Comer
See (Lago di Como) – Noch immer besticht
die natürliche Schönheit des 55 km langen, fjordartigen
eingeschnittenen Alpensees, der mit 410 m eine der tiefsten in Europa
ist und einen sehr ungewöhnlichen Grundriss besitzt: Etwa in
der Mitte spaltet er sich wie ein Y in zwei gleich lange Ausläufer,
an deren Enden die beiden grössten Städte Lecco und Como
liegen. Um Domaso
im Norden treffen sich die deutschen Camper und Surfer, während
die Seemitte am Comer See freundlich und gut ausgestattete Touristenorte
besitzt. Bellagio,
in traumhafter Lage an der Spitze der Halbinsel zwischen den beiden
Seearmen gelegen ist einen Tagesausflug wert. Und auch das idyllische
Örtchen Varenna
am Ostufer sollte man sich nicht entgehen lassen. Wer mehr sehen
will, kann dank der gut organisierten Seeschifffahrt per Fähre
bequem und schnell so gut wie alle Küstenorte besuchen. Ostufer: Touristisch eher mässig frequentiert
- eine Ausnahme bildet lediglich das Dörfchen Varenna,
dessen malerisches Ortsbild zu den schönsten am See gehört. Südufer: Das Dreieck zwischen den beiden Seearmen
ist bis auf Bellagio
vom Urlaubsverkehr noch nicht gänzlich in Beschlag genommen
- vor allem die wenig erschlossene Ostseite zwischen Bellagio
und Lecco. Westufer: Der Norden bis Menaggio
ist die weniger hochgestochene Ecke des Sees - keine Grand Hotels,
dafür reichlich Campingplätze und Privatzimmervermietung,
bekannt und beliebt als das Surfrevier am Comer See. Die Tremezzina,
die Seemitte um Menaggio
und Tremezzo,
bietet das mildeste Klima und die üppigste Vegetation, die
mit Palmen, blühenden Azaleen und Rhododendren teils subtropisch
anmutet. Dementsprechend war dieser Seeabschnitt schon im 19. Jh.
viel besuchtes Reiseziel begüterter Mitteleuropäer und
Briten.